Förderung der Quartiersentwicklung in Kommunen: 30.000 Euro fließen nach Mengen-Blochingen

Heute wurden weitere Projekte bekanntgegeben, die im Rahmen des Sonderprogramms Quartier und im Rahmen des Förderprogramms Quartiersimpulse durch das Ministeri-um für Soziales und Integration gefördert werden. Im Landkreis Sigmaringen profitiert davon das Projekt Generationentreff Lindenplatz - Schaffung einer lebendigen Dorf-mitte für alle Generationen - mit 30.000 Euro. Dies teilt der Sigmaringer Landtagsabge-ordnete Klaus Burger (CDU) mit. Burger wird die Initiative "Alt werden in Blochingen" bereits am kommenden Dienstag besuchen. Beide Programme - insgesamt ausgestattet mit mehr als 6 Mio. Euro - sind Bestandteil der Landesstrategie Quartier 2020. Im Rahmen dieser Strategie unterstützt das Land Städte, Gemeinden, Landkreise und zivilgesellschaftliche Akteure bei der alters- und generationengerechten Quartiersentwicklung. "Ziel ist es, lebendige Quartiere zu ge-stalten - also Nachbarschaften, Stadtteile oder Dörfer, in die Menschen sich einbrin-gen, Verantwortung übernehmen und sich gegenseitig unterstützen", so Burger, der auch Mitglied im Sozialausschuss des baden-württembergischen Landtags ist. Mit ihrem Abschlussbericht hat die Enquete-Kommission Pflege des Landtags dem Par-lament und der Regierung einen umfassenden Katalog an Handlungsempfehlungen an die Hand gegeben. Gemeinsam mit unserem Koalitionspartner setzen wir uns nun dafür ein, dass diese Empfehlungen sukzessive umgesetzt werden. Ein wichtiges Handlungs-feld ist dabei die Quartiersentwicklung: Damit möglichst viele Menschen an ihrem Wohnort oder in Wohnortnähe alt werden können, müssen im jeweiligen Quartier ver-schiedene Formen der Betreuung und Pflege vorhanden und gut miteinander vernetzt sein. Mit Blick auf gleichwertige Lebensverhältnisse im ganzen Land, müssen solche Angebote in einer hinreichenden Dichte auf kommunaler Ebene entstehen. Dabei will die Landesstrategie Quartier 2020 den Akteuren vor Ort helfen. "Angesichts des demografischen Wandels wird der bedarfsgerechten Gestaltung des sozialräumlichen Umfelds der pflegedürftigen Menschen und der wirksamen Unterstüt-zung deren pflegender Angehöriger in den nächsten Jahren zentrale Bedeutung zu-kommen", ist sich Burger sicher. "Heute werden 72 Prozent der pflegebedürftigen Men-schen im Land zu Hause versorgt, 60 Prozent von Ihnen ausschließlich durch Angehöri-ge." Damit seien die Familien mit Abstand der größte Pflegedienst im Land und auf gleichermaßen wohnortnahe wie koordinierte Unterstützungs- und Beratungsangebote zwingend angewiesen. "Vor diesem Hintergrund wollen wir auch im Rahmen des anste-henden Doppelhaushalts einen Schwerpunkt bei der Förderung bedarfsgerechter pfle-gerischer Versorgungsstrukturen setzen", betont Burger abschließend